best of boys, BOB
BoB best of boys
Überraschungsbox nur für Jungs
Nur für Jungs! Eine große schwarze Box, die sich ziehen lässt wie ein riesiger Reisekoffer und die voller Überraschungen steckt: Mehrere knallrote Schachteln, gefüllt mit geheimnisvollen Säckchen, aber auch so alltäglichen Dingen wie einem Nassrasierer, einem Deo, einer Pickelcreme oder Kondomen.
BoB best of boys
„Best of Boys“, kurz BoB heißt die große schwarze Kiste, die auch ein Handbuch für die Mitarbeiter der sexualpädagogischen Beratung beinhaltet und seit etwa einem halben Jahr von allen 18 pro familia -Beratungsstellen im Landesverband Baden-Württemberg eingesetzt wird.
BoB soll die zehn-bis 14 Jährigen der Zielgruppe mit altersgerechten Angeboten neugierig auf die körperlichen und persönlichen Veränderungen während Pubertät machen. BoB will ihnen sinnliche Erfahrungen vermitteln und keinen Bereich ausklammern, ohne dass es dabei für die Heranwachsenden peinlich werden könnte.
Die Box bietet viele Möglichkeiten, die je nach Alter und Temperament der Jungs als Antwort auf deren Fragen eingesetzt werden können. In ihr sind aber auch Anleitungen für Spiele, mit denen betretenes Schweigen gebrochen werden kann. So enthält das mitgelieferte Handbuch unter anderem 30 bis 40 einfache Übungen, mit denen zum Beispiel Toleranz und Respekt trainiert werden können.
Auch eine große Stoff-Plane steckt in der BoB-Box. „Sie ist ein wesentlicher Bestandteil“, so Ulrich Preuß, von der Beratungsstelle Waiblingen. Er wirkte an der Konzeption mit und setzt die Box seit Herbst vergangenen Jahres erfolgreich ein. „Auf der einen Seite der Plane ist ein etwa 13jähriger nackter Junge abgebildet und Zahlen weisen auf die sechs Bereiche hin, die sich in der Pubertät verändern, vom Gesicht bis zu den Geschlechtsteilen; etwas außerhalb haben wir noch die Veränderungen in der Persönlichkeit aufgezeichnet. Dann wird gewürfelt - deshalb sind es genau sechs Bereiche – danach reden wir über die ausgewürfelte Körperzone.“ Dazu gibt es je nachdem auch eine ganze Reihe Utensilien aus den roten Schachteln.
Aber es wird nicht nur geredet, sondern auch gespielt: Zum Beispiel die Reise der Samenzelle im männlichen Körper. Dazu verkleiden sich alle mit Hilfe einer Art Zipfelmütze als Spermium und wer alle Quizfragen richtig beantwortet hat, bekommt am Schluss der Reise „das Ei“. In diesem Fall in Form eines Überraschungseis.
Pate für die BoB-Box war das seit Jahren angewandte Konzept zur Sexualaufklärung für Mädchen, kurz MFM (Mädchen, Frauen, Meine Tage). „Wir wollten etwas Ähnliches für Jungs schaffen, etwas mit Wiedererkennungswert“, so Preuß. Den Jungs macht das neue spielerische Angebot Spaß. In der Regel dauert es vier Schulstunden. „Für mich ist dabei positiv, dass ich durch die Box immer ein paar Alternativen in der Hinterhand habe, je nach Stimmung in der Schulklasse.“



